Yet another example for why we don’t need…

Yet anoth­er exam­ple for why we don’t need clas­sic #TV any­more: This hilar­i­ous video is tak­en from a Ger­man TV show. Up until a few years, I would have had to watch the whole 2 hours of that show, filled with mean­ing­less crap. Now I just get the ‘best of’ at YouTube (or Vimdeo, or …).

I just won­der what #busi­ness­mod­el TV broad­cast­ers will hang on to in 10 years time? #future

Kampf um das Fernsehen-2.0 spitzt sich zu — ein Kommentar

Ein Beitrag auf Hyper­land, einem Blog des ZDF, beschreibt, wie neue dig­i­tale TV-Geräte und Set­Top­Box­en, wie z.B. GoogleTV, die TV-Land­schaft durcheinan­der wirbeln. Ins­beson­dere die ablehnende Hal­tung gegenüber neuen dig­i­tal­en Ange­boten wird beschrieben. Der Kon­sument taucht in dieser Betra­ch­tung — wie üblich — nicht auf.

Ein Kom­men­tar.

Geschichte wieder­holt sich. Neu ist hier nur, dass die Abstände kürz­er wer­den und die Beteiligten trotz­dem nichts ler­nen.

Die Musikin­dus­trie hat vorgemacht, wie es nicht funk­tion­iert: Zunächst kein legales Ange­bot. Dann ein min­i­males legales Ange­bot, um rechtliche Hand­habe gegen Pira­terie zu bekom­men (Wieso eigentlich?). Das Ange­bot dann aber so zugeschnürt, über­teuert und kon­sumente­nun­fre­undlich, dass es kein­er nutzt, bzw. der legale Nutzer gegenüber dem Pirat­en benachteiligt ist. Let­z­tendlich musste ein Hard­ware­hersteller (Apple) ran und endlich ein sin­nvolles Ange­bot etablieren (iTunes). Nach langem Hin- und Her dann auch ohne sinnlosen Kopier­schutz ver­füg­bar. Glück­wun­sch! Funk­tion­iert. Ama­zon fol­gte nach. Die Down­load-Por­tale der Majors funk­tion­ieren weit­er­hin nicht — wen wundert’s?

Die Fil­min­dus­trie macht es nach. Jahre­lang keine legalen Down­load- oder Streamin­gange­bote ver­füg­bar. Physis­che Daten­träger kopiergeschützt und mit Ein­schränkun­gen für den Kon­sumenten verse­hen (DVDs liefen bis zur Umge­hung des Kopier­schutzes nicht auf Lin­ux; aktuelle DVDs ver­suchen sich mit neuen Meth­o­d­en und laufen auf diversen Play­ern gar nicht mehr; Unter­ti­tel wer­den zwang­seinge­blendet; Trail­er kön­nen nicht über­sprun­gen wer­den; usw.). Am Ende wun­dert sich die Indus­trie, warum die Kon­sumenten lieber die Piraten­ver­sio­nen ihrer Werke nutzen. Als kleines Bon­bon wird jedem Kinobe­such­er, der ger­ade für seine legal erwor­bene Karte bezahlt hat, mit­geteilt, dass Raubkopier­er Ver­brech­er wären. Sehr nett. Da guckt man doch lieber die öffentlich im Netz ver­füg­bare Ver­sion eines Films. Für die gibt es Unter­ti­tel und auch Ton­spuren in beliebi­gen Sprachen und vor­ab laufen keine Trail­er, die man nicht sehen mag. Alles ganz ein­fach. Auf die Wün­sche des Kon­sumenten abges­timmt. Das kön­nen die Pirat­en offen­sichtlich bess­er, als die Indus­trie. Aber vielle­icht ler­nen die auch nur schneller.

Nun sind auch die Ver­lage in der dig­i­tal­en Endzeit angekom­men. Büch­er wer­den fleißig dig­i­tal­isiert, kopiergeschützt und zum Kauf ange­boten. Das iPad wird als Heils­bringer gefeiert. Nur der Kon­sument wird vergessen. Die schö­nen dig­i­tal­en Ver­sio­nen laufen dann nur auf einem Gerät und ver­lei­hen kann man sie in der Regel auch nicht mehr. Und falls doch, dann nur ein Mal für 14 Tage — bitte an Schnel­lleser.

Und nun ste­ht Fernse­hen 2.0 vor der Tür. Jet­zt dür­fen auch die Fernsehsender ran. ARD und ZDF hat­ten mit ihren Mediatheken schon sehr gut vorgelegt. Und auch die Pri­vat­en haben ansehn­liche Online-Bib­lio­theken ihrer Werke geschaf­fen. Doch nun kommt schon wieder Google daher /polemik/ die ja auch schon für den Nieder­gang der Zeitun­gen ver­ant­wortlich sind /polemik/ und klauen den Con­tent um ihr eigenes Pro­dukt (Google TV) zu verkaufen. Sieht man sich das Pro­dukt genauer an, so stellt man fest, dass (schon wieder) der Kon­sument im Mit­telpunkt ste­ht. Das Pro­dukt ist auf seine Wün­sche abges­timmt: Sendun­gen sehen, wann man will. Jed­erzeit anhal­ten und später fort­set­zen. In einem großen Fun­dus stöbern und passende Inhalte find­en. So neben­bei bringt das auch neue Kun­den, /polemik/ aber das hat ja schon bei Google News nicht funk­tion­iert /polemik/.

Ins­ge­samt stellt sich die Frage, warum die klas­sis­chen Medi­en in der dig­i­tal­en Welt grund­sät­zlich gegen den Kon­sumenten kämpfen, anstatt auf ihn zuzuge­hen. Ein Blick in Jeff Jarvis Buch “Was würde Google tun?” kön­nte helfen, neue Geschäftsmod­elle zu find­en, die auch in der dig­i­tal­en Welt funk­tion­ieren — für den Kon­sumenten und let­z­tendlich auch für die Anbi­eter.